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Symptome und Anzeichen von HIV und AIDS



Eine HIV-Erkrankung verläuft in mehreren Phasen mit unterschiedlichen Symptomen. Sie beginnt mit der akuten HIV-Infektion mit grippeähnlichen Symptomen. Meist folgt eine längere Zeit ohne Beschwerden. Unbehandelt können nach und nach mehr Anzeichen auftreten – bis schließlich das Vollbild AIDS mit den typischen Symptomen durch andere Infektionen folgt.

Eine HIV-Infektion kann zunächst – und teilweise auch für längere Zeit – unbemerkt bleiben. Bei 50 bis 90 Prozent der Infizierten kommt es einige Wochen nach Übertragung des Virus zur sogenannten akuten HIV-Infektion, die eine grippeähnliche Symptomatik aufweist.

Mehr zu Symptomen und Anzeichen der akuten HIV-Infektion.Anschließend können mehrere Jahre ohne Symptome vergehen, in denen sich das Virus im Körper vermehrt und nach und nach Immunzellen zerstört. In dieser Periode haben die Patienten außer eventuellen Lymphknotenschwellungen keine Beschwerden, weswegen man auch von einer asymptomatischen Infektion oder Latenzphase spricht. Deren Dauer ist von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich, beträgt aber im Mittel um die zehn Jahre.

In der anschließenden Phase kommt es noch nicht zu Erkrankungen, die zum Vollbild AIDS gehören. Es treten aber Komplikationen auf, die auf ein defektes Immunsystem und somit auf die HIV-Infektion zurückzuführen sind.

Diese möglichen Komplikationen – die auch beim Vollbild AIDS auftreten – sind:

Das Vollbild AIDS schließlich ist durch eine Reihe von Erkrankungen definiert, zu denen die opportunistischen Infektionen, also verschiedene Infektionen durch Protozoen, Pilze, Bakterien und Viren, sowie bestimmte Tumoren gehören.

Mehr zu den Symptomen beim Vollbild AIDS lesen Sie hier.

AIDS bricht unterschiedlich schnell aus

Die Dauer der Latenzzeit – das ist der Zeitraum zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit – hängt wahrscheinlich unter anderem von der Menge der HI-Viren ab, die der Infizierte im Körper hat. Diese kann zum Beispiel durch eine verseuchte Bluttransfusion sehr hoch sein. Ohne Therapie entwickelt sich mit unterschiedlicher Geschwindigkeit (zwei bis mehr als 20 Jahre) eine Immunschwäche mit charakteristischen Krankheitsbildern.

Außerdem kann die Latenzzeit auch von den verschiedenen Virusstämmen abhängen, von genetischen Faktoren sowie von der gleichzeitigen Anwesenheit anderer Krankheitserreger wie Herpes-Viren. Auch das Alter zum Zeitpunkt der Ansteckung ist entscheidend: Je jünger der neu Infizierte ist, umso länger dauert es bis zum Ausbruch der Erkrankung. Zusätzlich kann die Lebensführung Einfluss auf den Krankheitsverlauf haben.
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